Kirbachschule Hohenhaslach

Grund- und Werkrealschule

Gedenken to go

 

Die Erinnerung an die tragischen Geschehnisse des Holocausts und deren Reflexion, ist sowohl in der Bildungsbiographie jedes Einzelnen, als auch für die gesamtgesellschaftliche Identität von großer Bedeutung. Die Begegnung mit Überlebenden oder Zeitzeugen des Holocausts wird jedoch für die künftigen Generationen immer schwieriger. Deshalb stellt sich die Frage: Wie kann das Erinnern an den Holocaust zukünftigen Generationen vermittelt werden?

Der Didaktik des Holocausts ist ein Paradigmenwechsel hervorgegangen. Nicht mehr nur die Vermittlung von Fakten und Zahlen, sondern zudem die Stärkung subjektbezogener Sichtweisen rückt in den Mittelpunkt. Das Erforschen und Erfahren von Einzelschicksalen, Überlebender oder Helfer sollen eine emotionale Beteiligung ermöglichen und die Reflexion der historischen und persönlichen Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Die Opfer während des und nach dem Holocausts sind für Schülerinnen und Schüler passive und anonyme Personen. Schilderungen des Alltagslebens dieser Personen soll sie wieder zu Subjekten der Vergangenheit machen. Die Begegnung mit den individuellen Lebensgeschichten dieser Menschen, das Einfühlen und Mitfühlen, öffnet das historische Interesse der Kinder.  „Über die Opfer und von den Opfern zu lernen heißt, sich mit ihren Augen der Geschichte zu nähern, Zusammenhänge zu beleuchten und persönliche moralische Schlussfolgerungen zu ziehen.“ (Sabine Konevic) Kinder und Jugendliche interessieren sich für Lebensgeschichten anderer Menschen, solidarisieren sich mit den Opfern und fragen nach Gleichheit und Gerechtigkeit.

 

Mit dieser Intention erstellte die Klasse 8 in diesem Schuljahr 2014/2015 erstellte deshalb die Klasse 8 einen Geocache zu den Lebensstationen von Margot Stein in Freudental. Die Klasse 8 erstellte jedoch keine Schatzsuche, sondern einen Informationspfad des Gedenkens durch Freudental. Dieser Pfad des Gedenkens kann von Privatpersonen sowie Schulklassen durchgeführt werden.

Zunächst recherchierten die Schüler das Leben und die Bedeutsamkeit Margot Steins im Pädagogisch-Kulturellen Centrum Ehemalige Synagoge Freudental. Anschließend suchten sie ihre Spuren im Ort. Nach der Recherche erfolgte die Auswertung und Reflexion der Informationen. Aus diesen erstellten die Schüler informative Caches und planten den Pfad durch Freudental. Da die relevanten Informationen von den Schülern selbst ausgewählt wurden, ergibt sich aus Lehrersicht ein interessanter Perspektivenwechsel auf den Blickwinkel des Betrachtens und Reflektierens nationalsozialistischen Unrechts seitens Jugendlicher.

Die Geocache-Behälter sind mittelgroße PET-Rohlinge. Teilweise mussten die PET-Rohlinge, nach Absprache mit der Gemeine Freudental, leicht in die Erde gesteckt werden. Dies bitten wir zu entschuldigen. Anders ist es auf einigen Grünflächen der Gemeinde nicht möglich gewesen.

Der Geocache führt auch zum Jüdischen Friedhof. Wer zusätzlich auch den Friedhof besichtigen möchte, kann den Schlüssel beim PKC, Strombergstraße 19 in Freundental ausleihen. (Bitte vorab telefonisch nachfragen: 07143-24151) Hier sollten männliche Geocacher eine Kopfbedeckung tragen.

 

Sie erhalten nun die ersten Koordinaten des Caches.

Station 1: Mein Wohnhaus

N 49° 00.612´ E 009° 03.527´

 

Ihre Klasse 8, Frau Schlüter und Frau Schüßler